Donnerstag, 7. Juli 2011

Island ist erreicht

Die 1700 km quer durch Deutschland und hinauf an den Norden Dänemarks, nach Hirtshals, haben wir mit einem gemütlichen Zwischenstopp bei unseren Freunden Brigitta und Martin in Geretsried und einem zweiten Stopp in Bad Fallenbostel gut geschafft. Das Wetter war mehr als besch.....eiden. Hirtshals haben wir am späten Nachmittag erreicht, die Sonne hat sich auch durchgekämpft und so wurde es ein gemütlicher Abend am Strand bei einer Flasche Wein.

Begrüßung in Hirtshals durch eine Volkstanzgruppe

Gabi genießt das Strandleben

Strand Stilleben, Nikon D3x, 45 mm Shift Tilt Objektiv

Das Schiff war am Morgen pünktlich im Hafen, einchecken ohne Probleme, Luxus einer Innenkabine, nicht wie früher "Deckpassage" oder Gemeinschaftskabine. Das Wetter ist meist bewölkt oder nebelig, aber das Nordmeer ist ruhig, sodaß wir das Abendbuffet genießen können. Mit viel Schlafen, Lesen und Plaudern gehen die zwei Tage gut vorüber.

Faroer Insel
Faroer Insel, ein kurzer Blick bevor der Nebel wieder alles verhüllt

Heute weckt uns die Ansage drei Stunden vor Ankunft in Island um 5:30 Bordzeit, damit wir ja rechtzeitig aus der Kabine draußen sind. Die Einfahrt in den Seydisfjord ist ruhig, in den Bergen hängt der Nebel und die Luft ist klar. Die Schneefelder gehen weit herunter in den Fjord, war wohl ein schneereicher Winter und die Temperatur ist passend, am Paß hat es gerade mal +4 Grad, Tendenz fallend für die nächsten Tage. 
Nach Einkaufen im Supermarkt in Egilsstadir sitzen Gabi und ich in einem Cafe mit Wlan, Kaffee, Kuchen und wunderschöner Gitarren-LiveMusik. Das Wetter der nächsten Tage wird kalt, wechselhaft, aber so weit trocken sein und wir werden uns wohl eher in den Norden begeben, da hier eher leichte Touren zu recherchieren sind, die gut zum Eingehen sind.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Csaterberg

Der Csaterberg ist ein Weinberg bei Kohfidisch mit vielen idyllischen Kellerstöckl, von denen einige auch als Buschenschank ausgebaut sind.








Donnerstag, 19. August 2010

Kroatien - Plitvicer Seen

Die 5 Tage am Meer in Kroatien waren sehr schön, gerade einmal einen halben Tag war es bewölkt mit ein paar Regenspritzern, ansonsten immer sonnig, warm, aber nicht zu heiß. Viel gefaulenzt, im erfrischenden Meer geschwommen, den Yachten und Segelschiffen zugesehen wie sie vor Korcula anlegen. Am Abend Essen gegangen und uns auch einmal eine Fischplatte geleistet. 
Die "Royal Clipper" vor der Insel Korcula

Die Heimreise haben wir auf 2 Tage verteilt und sind über die Plitvicer Seen gefahren. Kurz davor auf dem Campingplatz übernachtet. Am nächsten Tag schon um 6:30 aufgestanden, sodaß wir noch vor 8 Uhr im Park waren, der um 7:30 aufmacht. Gabi war einmal vor langer Zeit hier, ich habe den Park noch nie gesehen. Die erste Stunde in der Früh war am schönsten, da waren noch kaum Besucher, dann wurde es auf den Wegen aber richtig voll, ein Wunder das niemand Baden gegangen ist. Im Prinzip ist der Park  schon sehenswert, aber vom Naturerlebnis bleibt halt nicht viel bei diesen Menschenmassen (900 000 Besucher sollen es in einem Jahr sein) und beim Abkassieren sind sie auch sehr gut, ca 11.-€ der Eintritt pro Person (dafür sind die Shuttle Busse und Boote dann gratis) und 10 .-€ Parkgebühr für Camper pauschal für den Tag, nicht stundenweise wie bei PKW.
Die verschiedenen Sinterbildungen sind das besondere an den Plitvicer Seen




Wir waren wohl auch weil uns der Trubel zu viel wurde um 13 Uhr schon wieder draußen, haben noch ein nettes Lokal gefunden (außerhalb des Dunstkreises der Plitvicer Seen, wo viele Lokale zu teuer sind) und sind dann gemütlich heimgefahren. Um Punkt 20 Uhr waren wir in St.Veit, wo auch dank unserer lieben Nachbarn alles in bester Ordnung ist. Jetzt versuche ich mich langsam wieder aufs Arbeiten einzustellen, was doch ein wenig schwer fällt.
Aber es war auf jeden Fall eine schöne und lehrreiche Reise, wo wir viel vom etwas anderen Europa gesehen und gelernt haben.

Freitag, 13. August 2010

Auch wir machen einmal "richtigen" Urlaub

Die Durchquerung des Balkan gen Süden hat sehr gut funktioniert. Von Belogradcik in Bulgarien war es nicht mehr sehr weit zur Grenze nach Serbien. Die Kontrolle war genau und gründlich, aber freundlich und da es sich um einen kleinen Grenzübergang gehandelt hat, war auch nicht viel Wartezeit.
Die Straßen waren in gutem Zustand, nur eine schlecht beschilderte Umleitung hat unseren Orientierungssinn gefordert.
Mein teures GPS von Falk hat sich auf der ganzen Reise, von Rumänien angefangen, als fast völlig unbrauchbar herausgestellt. Obwohl angeblich mit den aktuellsten Detailkarten für ganz Europa ausgerüstet, sind Länder wie Rumänien, Bulgarien, Serbien oder Montenegro, gerade einmal die Hauptstädte und einige Europastraßen verzeichnet. In Serbien ging das soweit, dass eine 4-spurige Schnellstraße nicht auf der GPS-Karte war, wir also offiziell im "Niemandsland" herumfuhren. Auch ist die Software nicht aktuell und funktioniert nicht unter Windows 7 64 bit. Und ja, ich habe die aktuellsten Karten, die es von Falk gibt und auch die genannten Länder werden bei Falk als "Detailkarten" bezeichnet. In Österreich ist die Karte genau, jede Gasse von jedem Dorf ist verzeichnet und so wird das auch mit Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern sein. Im Prinzip sehe ich das aber als eine grobe Irreführung des Konsumenten an. Ein Vertrauen in die Routenwahl hätte für uns in diesen Ländern oft hunderte km Umwege verursacht, weil kürzere Routen nicht angezeigt wurden. Da wir uns aus Gewohnheit aber mit gutem Kartenmaterial eindecken und auch immer den dicken ADAC Europaatlas mit dabei haben, konnten wir zum Glück unsere Reise auch so gut planen.
Serbien war für uns erstaunlich gut entwickelt, die Häuser fast alle im guten Zustand, Tankstellen neu und ausreichend vorhanden, Straßen meist auch erneuert und gut in Schuss. Nur der Müll neben der Straße war nirgendwo sonst so schlimm. Rückblickend war Bulgarien vom optischen Eindruck her am schlechtesten - viele Betonruinen, hässliche Häuser, aber überall sehr freundliche und hilfsbereite Menschen.
Gewisse nationale Befindlichkeiten konnten wir dann in Serbien schon bemerken, denn die Straßenabzweigung, die uns auf die Strecke nach Bosnien führen sollte, war schlicht nicht beschildert. Was wir erst 20 km später auf einem in 1000 m Höhe gelegenen Pass bemerkten. Da diese gut ausgebaute Straße nach Montenegro führte und wir ursprünglich sowieso vorhatten über Montenegro zur Küste zu fahren, drehten wir nicht um, sondern änderten unsere Route. Bis auf eine Baustelle war die Strecke, die über einige Bergpässe führte, sehr schön zu fahren und auch landschaftlich sehr lohnend. Zwar sind die Berge im Sonnenschein nicht schwarz (Monte Negro = schwarze Berge), aber durch die Kombination aus weiten Hochebebenen mit Bergen die bis zu 2500 m hoch sind, sehr reizvoll anzusehen. Die Übernachtung unweit des Durmitor Gebirges war sehr ruhig und kühl. Am Morgen hatte es 5 Grad und leichten Nebel. Hunderte Spinnennetze schimmerten dann später in der Morgensonne und auch so spät im Jahr waren die Wiesen noch voller Blumen.
Statt Spinnennetze im Morgenlicht doch lieber ein Heuschreck - Montenegro

Brücke über die Tara Schlucht - Montenegro

Hochalmen und Berge des Durmitor - Montenegro

Die Querung über Bosnien nach Kroatien ging auch schnell und ohne Probleme, nur leider auf der Küstenstraße standen wir eine 3/4 Stunde im Stau wegen eines Unfalls mit einem Tanklaster. Der Weg  hinaus auf die Peljesac Halbinsel nach Orebic war dann gefühlt ein wenig lang, aber um 18 Uhr waren wir endlich an der Küste und hatten das Glück, dass der erste Campingplatz, wo wir gefragt haben, voll belegt war. So sind wir zum Camp Palme weiter gefahren, dessen traumhafte Lage wir schon zu Ostern genossen hatten. Und mit viel Glück war auch gerade noch ein Platz frei, genau der , den wir schon zu Ostern hatten, nämlich ganz vorne mit direktem Blick aufs Meer (nicht mit dem Fernglas - zwischen unserem Campingbus und Meer liegen 15 m Distanz). Und hier lassen wir es uns jetzt gut gehen, die Tagestemperatur ist angenehm, max 30 Grad, das Wasser nicht zu heiß, sondern so um die 24-25 Grad und die Olivenbäume spenden gut Schatten. Der manchmal gegen Abend auffrischende Wind freut die Surfer und in der Nacht sind bei leichter Brise 23 Grad eine angenehme Schlaftemperatur. Hier bleiben wir einmal sicher bis Montag, dann geht es wahrscheinlich Richtung Heimat, allerdings noch mit einem Abstecher zu den Plitvicer Seen.

Unser Blick vom Campingbus - ohne Fototricks !
Vorrat für ein gesundes Strandleben

Sonntag, 8. August 2010

Bulgarien (Tag 22)

Heute hat der Wecker schon um 7 Uhr geklingelt. Mit der Hoffnung auf einen schönen Sonnenaufgang sind wir unweit des Campingplatzes mit unseren Stativen gestanden und haben einmal gewartet. Viele Wolken, wird das noch was ? Als Versöhnung zum gestrigen Tag wurde es sehr wohl etwas. Vor allem die Mischung von Nebelschwaden mit der morgendlichen Sonne und die rot aufglühenden Felsen haben uns begeistert.




Nach einer ausgiebigen Fotosession dann ins Stadtzentrum Frühstück einkaufen. Informationsbüro ist mit einem jungen Mann besetzt, der gut Englisch spricht. Landkarte vom Gebiet gekauft und uns für eine Wanderung etwas außerhalb des Ortes entschieden. Die fängt einmal unspektakulär an, wird aber immer schöner und auch wilder. vor allem der Abstieg durch eine Schlucht und die riesige Höhle beeindrucken. Die Felsformationen sind natürlich auch tolle Fotomotive. Aus der vermeintlich kurzen Tour wird so eine ausgiebige Vormittagswanderung.



Danach brauchen wir einmal eine Stärkung und da es wieder stark bewölkt geworden ist, machen wir ein kleines Nachmittagsnickerchen.

Danach Bilder bearbeiten, Blog schreiben und den Gewitterwolken beim Herumziehen zuschauen.

Nach dem Gewitterguß kommt die Sonne heraus.  So kommen wir noch zu einer abendlichen Besichtigung der Burg, die beeindruckend zwischen die hohen Felsen gebaut wurde. Nur leider schiebt sich etwas zu früh eine Wolkenbank vor die Sonne und verhindert eine perfekte Abendstimmung.
Der Abend in einem Restaurant wird dann sehr nett, da wir mit einem bulgarischen Paar am Tisch sitzen, wo sie sehr gut Deutsch spricht. So erfahren wir viel Interessantes über das Leben in Bulgarien.

Rumänien letzter Tag

Bis jetzt waren die Tage in Rumänien sehr schön, vor allem die netten Leute, die schöne Landschaft, die vielen tollen Kulturdenkmäler und natürlich auch die günstigen Preise haben uns die Reise sehr angenehm gemacht. Schade, dass gerade bei der Ausreise das Bild getrübt wurde. Um nach Bulgarien zu kommen mußten wir bei Calafat nach Vidin über die Donau - per Fähre. Bei der letzten Tankstelle hatten wir noch vermeintlich überschüssige 100 Lei vertankt. Bei der Einfahrt zum Hafen ein Schranken, wo 11 € zu zahlen sind. Wir verwenden unseren restlichen 40 Lei und ein paar Euro um wie wir glauben, das Fährticket zu bezahlen. Dann eine Kontrolle unseres Autos und Paßkontrolle (wir fahren von einem EU Land in das andere ?). Dann der Hinweis: Wir müssen noch Schiffs Tax zahlen. Eine durchaus freundliche Dame am Schalter erklärt mir, dass die Überfahrt 221 Lei kostet (das sind gut 50 € !), die 11 € waren nur die „Hafengebühr“.
Natürlich nur Bargeld, da sie keine Kreditkarten annehmen kann. Also zurück ins Zentrum, Geld abheben, zähneknirschend den Wucherpreis bezahlt. Passenderweise geht derweilen ein Gewitter über uns nieder. Die letzten 20 Lei sinnvoll bei einem kleinen „Magazin Mixt“ in zwei Weinflaschen investiert. Dann auf die Fähre gewartet. Die ist natürlich keine Luxusvariante mit All Inclusive Bar und Buffet, sondern alt und schäbig wie die meisten Fähren hier, aber sie bringt uns sicher über die Donau. Drüben in Bulgarien angekommen, geht der Spaß weiter, erst muß man prinzipiell eine Vignette kaufen, „Straßenbenützungsgebühr“ wird das genannt. Leider hatte ich gelesen, dass es nur Monats und Jahresvignetten gibt, sodaß ich nicht nach der günstigeren Wochenvignette frage. Naja, 7 € Unterschied kann ich gerade noch verschmerzen. Bei der neuerlichen Paßkontrolle dann noch 3€ „Kopfgeld“ und dann können wir endlich unserem Ziel entgegenfahren, nicht ohne uns vorher das „reizende“ Städtchen Vidin kurz anzusehen, allerdings nur um einen Bankomaten zu finden.
Jetzt wird sich so mancher denken, da haben sich die Rumänen aber ein schönes Körberlgeld gemacht. Nun wir bekamen für jede Zahlung eine ordentliche Quittung, auf der der Preis richtig ausgewiesen war und wir haben auch nicht für LKW samt Anhänger +2 Personen bezahlt, sondern für Microbus (195 Lei) + 2 Personen. Und zwei Österreichern die wir hier in Bulgarien am Campingplatz getroffen haben, ist es genauso gegangen. Nur zum Vergleich: die Fähre in Tulcea über die Donau hat uns nicht einmal 30 Lei gekostet, sämtliche Gebühren bei unserer Überfahrt nach Bulgarien machten so an die 340 Lei aus !

Die Strecke nach Belogradcik war dann zum Glück recht gut in Schuß und bis wir im Ort angekommen waren, war auch das Regenwetter vorbei. Eine schöne Abendstimmung bot noch einen versöhnlichen Abschluß dieses unangenehmen Reisetages. All die Mühen für ein paar Felsen ? Zum Glück nicht. Das Gebiet um Belogradcik ist berühmt für seine bizarr geformten roten Felsen und die dazwischen liegende „Weiße Burg“. Das ganze Gebiet hat allerdings eine Ausdehnung von 30 x 3 km und bietet tolle Fotomotive, die sehr gut auf markierten Wanderwegen zu erreichen sind.


Die Felsen von Belogradcik

Freitag, 6. August 2010

Rumänien Tag 20

Über Nacht hat es ein wenig geregnet, womit es endlich kühler geworden ist, so an die 24 Grad in der Nacht. Jetzt ist es wieder sonnig und wird sicher wieder heiß. Wir fahren jetzt nach Belogradic/Bulgarien, wo die "weiße Burg" inmitten von bizarren Felsformationen steht. Dort wollen wir mindestens einen Tag herumlaufen, dann sehen wir weiter, ob es noch nach Kroatien geht und auf welchem Weg. Denn wir wollen noch die Plitvicer Seen besuchen, aber auch ein paar Badetage wären nett.
Schauen wir mal, das wir Bukarest gut hinter uns bringen (es gibt keine Außenringautobahn) und die ca 350 km Landstraße dauern sicher auch wieder gut 7 Stunden.