Mittwoch, 21. August 2019

NP Hohe Tauern - VTNÖ

Am Vormittag (nach einem guten und günstigen Frühstück in der Bäckerei) treffen wir uns alle – wir sind 9 VTNÖ-FotografInnen und zwei Ranger, eine weitere Kollegin kommt dann noch nach. Zuerst fahren wir mit allen Autos (Fahrgemeinschaften werden abgelehnt, weil nicht alle gleichzeitig abreisen) zum Wanderparkplatz im Obersulzbachtal. Von dort geht es mit dem Taxi bzw. mit dem NP-Auto weiter bis zur Hofrat-Keller-Hütte. Das ist eine Selbstversorgerhütte für Wildniscamps, auf der wir eingeladen sind. Sie ist toll für Gruppen eingerichtet. Nach einer Pause brechen wir zur ersten Tour auf: Auf einem Jagdsteig steigen wir eine Stunde auf. Der Weg ist äußerst anspruchsvoll, da ziemlich überwachsen und schmal, man sieht nie, wo man hinsteigt. Ich bin froh, dass ich nicht alles mitschleppe, einige Teilnehmer sind ganz schön geschafft. So bleiben wir dann auch den restlichen Nachmittag auf der kleinen Bergwiese, genießen das Panorama und machen Makro-Aufnahmen. Der Abstieg ist fast noch mühsamer als der Aufstieg und wir sind froh, dass wir alle wieder gut hinuntergekommen sind. Da noch Zeit bis zum Essen ist, gehen Christian und ich noch ein Stück die Fahrtstraße entlang, gönnen uns ein Bier auf der nahen Postalm und machen ein paar Fotos vom Bach. 
Am Abend gibt es gutes Essen vom Grill, gemeinsame Küchenarbeit und viel zu plaudern. Wir ziehen uns aber eher früh zurück, da es morgen eher früher losgeht.










Das Wetter ist heute nicht so strahlend wie gestern, aber gut. Nach dem Frühstück brechen wir doch erst gegen ½ 9 Uhr auf zu unserer Wanderung. Da ich mich beim Ranger Andreas erkundigt habe, habe ich das Tele ausgepackt und wieder auf das Stativ verzichtet, er hat nämlich gemeint, dass es bis zum Ziel, dem Seebachsee, incl. Pausen ca. 4 Stunden sind. Und das stimmt dann auch! Wir wandern zunächst auf der Straße fast eine Stunde talauswärts, wobei es da auch schöne Blicke gibt. Dann geht es gute 2 ½ Stunden bergauf, der Weg ist aber sehr abwechslungsreich mit schönen Ausblicken, vor allem am Schluss geht es reizvoll am Fluss entlang. Der Bergsee selbst ist nicht so attraktiv, hier wäre es im Juli schöner, weil es viel Almrausch gibt. Auch ziehen allmählich mehr Wolken auf, weshalb wir wieder – auch schön langsam – absteigen. Unten angekommen steht noch der längere Straßenhatscher bevor. Wir mache wieder ein paar Fotostopps. Inzwischen holt Andreas das Auto, um die Müdesten einzufassen. Wir ersparen uns dadurch gerade noch einen knappen Kilometer…
Die Tour war eine wunderschöne Wanderung, allerdings keine Fototour. Wir bewundern insgeheim die anderen Teilnehmer, denn Gabriele aus Wien ist immerhin 73 und Hans-Peter ist ein 84-jähriger Herr und beide haben mehr Ausrüstung mitgetragen als wir…
Abends wird es dann wieder recht gemütlich, wir spendieren unseren Wein, den wir aus dem Elsass mitgebracht haben, und verputzen eine ordentliche Menge Wurstnudeln.









Der dritte Tag wird von uns allen eher individuell genützt. Einige reisen schon zu Mittag ab. Die meisten bleiben in Hüttennähe in einem Blockkar und lauern auf Murmeltiere. Wir jedoch wandern mit sehr vielen Fotostopps taleinwärts. Das Wetter ist heute am interessantesten, da es in der Nacht ein wenig geregnet hat und nun Nebelstimmung herrscht. Der Nebel lichtet sich aber bis Mittag und so gibt es viele unterschiedliche Stimmungen. Obwohl wir mehr als eine Stunde der Straße bergauf folgen, ist das landschaftlich sehr schön. Und ohne uns auf die Lauer zu legen, können wir ein altes und ein junges Murmeltier ganz aus der Nähe fotografieren! Vom Ende der Straße folgen wir noch dem Gletscherweg weiter taleinwärts. Vor einer Bachquerung, die mir mit Fotorucksack zu schwierig erscheint (und vor einer Höhenstufe) drehen wir dann um. Andreas, der bis hinauf zum Gletschersee gelaufen ist, meint, dass das besser war, denn weiter oben hat der Föhnsturm geblasen. Beim Zurückgehen merken wir, dass wir insgesamt wieder ganz schön viel gegangen sind, und das diesmal mit der ganzen Ausrüstung – aber es ist auch der einzige Tag, an dem ich alle Objektive und das Stativ brauchen kann.
Zurück bei der Hütte jausnen, plaudern und relaxen wir noch. Um 17 Uhr erfolgt die Rückfahrt mit dem Taxi, erst kurz vor 6 sind wir wieder in Neukirchen. Wir sind froh, dass wir nicht gleich heimreisen müssen, denn wir sind recht müde. Wir gönnen uns ein Bad im Teich (schon wärmer!) und danach ein Abendessen im Gastgarten.




















Da es laut Wetterbericht heute in Ostösterreich noch heiß wird, wollen wir unsere Fahrtstrecke aufteilen. Nach einem gemütlichen Start in den Tag fahren wir um ca. 10 Uhr los; mit einem Einkaufsstopp sind wir schließlich um ½ 2 Uhr am Putterersee. Wir haben angerufen und bekommen so problemlos einen Platz. So können wir noch einen erholsamen Nachmittag verbringen und schwimmen gehen; das Wetter wird allerdings zunehmend regnerisch. Wir schlafen noch einmal sehr gut!


Nach einem morgendlichen Schwimmen im See fahren wir gemütlich heim.

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