Dienstag, 11. September 2012

Norwegen – Lofoten

Donnerstag, 6.9.: Am späten Vormittag wird die Antriebswelle eingebaut, kurz vor Mittag ist alles erledigt, die Rechnung ist unter 1000 €, was schon fast eine Beruhigung ist. Das Teuerste war die Herstellung des Ersatzteils, gut 700.-€ hat das gekostet, die Mercedeswerkstätte selbst war verhältnismäßig günstig, die Mühe, die sie mit uns gehabt haben, haben sie nicht in Rechnung gestellt, der Service war wirklich sehr freundlich. Als Dankeschön von uns gibt es eine Flasche Rotwein von unserem Heurigen Rumpler.
In Sortland regnet es immer noch, aber für die Lofoten ist die Prognose gut. Nachdem wir die Tunnelkette durchquert haben, kommt tatsächlich die Sonne immer wieder durch. Ganz toll ist dann ein Regenbogen über Sildpollen, einer kleinen Halbinsel mit Kirche und Hotel in einem Fjord etwas nördlich von Svolvaer. Wir fahren nach Henningsvaer, das wir noch nicht kennen. Es ist sicher eines der schönsten Fischerdörfer hier und auch relativ groß, es gibt einen Hafenbereich und dann noch auf der anderen Seite einige Rorbuer. Während wir herumgehen, wird es immer sonniger und man hat gute Blicke auf die Berge. Vieles ist gut erhalten, es gibt auch eine ziemlich eindeutige touristische Infrastruktur. Zum Glück hat ein Café offen, sehr gemütlich mit Schwerpunkt auf Klettern und Sport.
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Weiter südlich fahren wir dann auf einer Nebenstraße an der Ostseite der Insel entlang, es geht schön an der Küste entlang, allerdings gibt es keine Stellen zum Stehenbleiben. Über einen kleinen Pass kommen wir nach Leknes, ein ausgedehnter Ort in landwirtschaftlich geprägter Umgebung. Wir biegen schließlich nach Uttakleiv ab, wo es einen wunderschönen Sandstrand gibt – und dem entsprechend einen großen Parkplatz. Zu dieser Jahreszeit wird man hier niemanden stören. Leider verhindert eine Wolkenbank einen spektakulären Sonnenuntergang, aber so können wir es uns auch beim Abendessen gemütlich machen.
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Freitag, 7.9.: Sonne am Morgen! Zunächst ein kleiner Strandspaziergang, dann fahren wir weiter nach Nusfjord. Das ist ein wirklich winziger, dramatisch-schön gelegener Fischerort. Zu sehen gibt es nicht so viel, obwohl es einen Museumsbootsschuppen gibt, der auch offen ist. Sonst ist es hier am Vormittag sehr ruhig. Nach einem Rundgang bei sonnigem und warmem Wetter schauen wir in den „Landhandel“ hinein, ein recht nett und großteils im Original erhaltener Kolonialwarenladen. Außerdem gibt es hier in gemütlicher Atmosphäre recht günstig Kaffee und Kuchen.
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Gut gestärkt und nach einem überraschend günstigen Einkauf in Ramberg fahren wir zur nächsten Landzunge nach Nesland hinaus, ebenfalls ein Fischerort, aber nicht mehr so sehr im Original erhalten, wenn es auch noch einige alte, gut renovierte Häuser gibt. Hier jausnen wir und wandern dann an der faszinierenden Felsküste entlang, sie besteht aus großen Steinplatten, wo das Meer anbrandet. An einem Kapp hat sich ein kleiner See gebildet, was schöne Motive ergibt, die Aussicht ist in beide Richtungen sehr gut.
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Nun ist es nicht mehr allzu weit bis zum Ende der Straße. Ein schönes Motiv gibt Hamnoy ab, das im Reinefjord umgeben von spitzen Bergen liegt. Hier sind die Lofoten ganz typisch. Lohnend ist auch ein Blick auf einen kleinen Hafen vor Å, durch das wir schließlich auch noch einen Spaziergang machen. Wir beschließen, auf dem Campingplatz in Moskenes zu bleiben, der sehr schön gelegen ist. Von einem Hügel hat man auch eine gute Aussicht, in der Nähe steht ein hübscher Leuchtturm, sodass wir auch hier noch einige Motive finden. Eine Dusche tut aber nach so einem aktiven Tag auch gut, die Sanitäreinrichtung ist jedoch ein bisschen bescheiden, wenn auch ausreichend.
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Samstag, 8.9.: Der Tag beginnt recht freundlich, wenn auch teilweise sehr windig. Wir machen einen Rundgang durch Reine und dann noch einmal Fotostopps bei Hamnoy. Anschließend fahren wir ein paar Kilometer eine Seitenstraße nach Sund; die Aussicht ist zwar nicht ganz so toll wie erwartet, aber dafür gibt es einige urige Gebäude wie eine Schmiede und einen Schiffsfriedhof, was auch originelle Motive bietet.
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In Ramberg kaufe ich noch einmal ein, dabei entdecken wir ein sehr hübsches Lokal an der Straße in einem historischen Holzhaus. Wir nehmen also wieder unsere schon obligate Kuchenpause bei dieser Gelegenheit, es gibt auch Internet.
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Während wir dann an Borg (Wikingermuseum, haben wir schon gesehen) vorbeifahren, wird das Wetter etwas wechselhafter. Ein Abstecher nach Eggum lohnt sich optisch nicht, gibt aber Gelegenheit zum Jausnen. Den nächsten Stopp machen wir in Svolvaer, wo Regenbogenwetter herrscht, allerdings passt die Stadt optisch nicht so gut dazu; am Hafen gibt es aber ein paar hübsche Gebäude, die Lage zwischen den Bergen ist auch recht schön. Unsere Lofotenrundfahrt war wirklich schön! Wir beschließen so weit wie möglich noch Richtung Abisko zu fahren, weil für dort die Wetterprognose günstig ist. Die Strecke kennen wir ja nun bereits, durch wechselnde Lichtstimmungen ist die Fahrt auch ganz schön. Außerdem sehe ich drei Elche in der Sonne an der Straße; aber als wir umgedreht haben und mit Tele ausgestattet wieder an der Stelle sind, haben sie sich wieder versteckt. Eine schöne Lichtstimmung gibt es auch kurz vor Narvik, als frisch beschneite Bergspitzen am Horizont auftauchen. Dann geht es auf der E10 Richtung Schweden in die Berge – und hinein in einen Schneeschauer! Die Stimmung am Fjäll ist eher düster vorwinterlich. Zum Glück finden wir 20 km vor Abisko einen Übernachtungsplatz etwas abseits der Straße. In der Nacht ist es kalt, um den Gefrierpunkt, aber es schneit zum Glück nicht.
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