Dienstag, 2. Oktober 2012

Vindelfjell - Dresden - Marienburg

Vom Vindelfjell Naturschutzgebiet zurück in die Zivilisation

Dienstag, 18.9.: Der Tag beginnt wirklich schön und sonnig und wir starten zu einer größeren Rundtour. Zunächst geht es kräftig drei Kilometer auf einer Schotterstraße bergauf, belohnt werden wir aber auch hier schon mit schönen Ausblicken. Das nächste Stück erweist sich als eher unangenehm, der Winterweg bzw. Scootertrail ist nicht „stellenweise leicht feucht“, sondern ausgesprochen sumpfig; leicht feucht sind nachher die Schuhe. Zum Glück geht es dann auf gutem Weg weiter und bald ist die Baumgrenze erreicht. Hier gibt es wieder schöne Motive mit leuchtend gelben Bäumen und Blick auf Schnee bedeckte Berge in Vindelfjell. Auf einem Steig mit Bohlen bzw. dann auf einem guten und breiten Fahrtweg geht es sanft dahin zu einem See. Leider ziehen zwischendurch dichte Wolken auf, wodurch es ziemlich kühl wird. Ein schönes Stück ist es dann noch zur ersten Hängebrücke, interessanter wird es durch große Rentierherden, die ich auf dem nächsten Streckenabschnitt immer wieder zu fotografieren versuche. Schließlich gelingt es ganz gut, obwohl sie wirklich scheu sind. Nach einer Jause am Fluss verläuft der Weg weiter über das Fjell, das hier auch zum Teil sumpfig ist, oft reichen die Bohlenwege nicht ganz aus. Dafür, dass es sich nun um ein Teilstück des Kungsleden handelt, ist die Wegqualität eher bescheiden. Schließlich kommen wir wieder zur Waldgrenze und zu einem steiler abfallenden Bachlauf, der schöne Motive bietet, auch kommt die Sonne wieder kräftig hervor, was sehr gut tut. Landschaftlich ist es hier großartig! Der Rückweg ist allerdings noch recht lang, zuerst geht es auf schmalem, etwas rutschigem Pfad mäßig steil bergab und dann müssen wir noch gut 6 km talauswärts gehen, einiges auf einem Waldpfad, der schön angelegt ist, das Schlussstück auf einer Fahrtstraße. Ziemlich müde kommen wir nach fast 25km (nicht 18 wie im Führer angegeben) und fast 6 Stunden reiner Gehzeit zu unserem Auto zurück. Nach dem Umziehen und einem kräftigen Linseneintopf sind wir aber wieder soweit erholt, dass wir uns noch ein schönes Lagerfeuer am Flussufer (hübscher Picknickplatz) anzünden und bei ein paar Schlucken Whisky unseren letzten Abend in Lappland genießen. 20120918_CHR9328   20120918_CHR9338   20120918_CHR9395   20120918_GAB7950   20120918_CHR9412   20120922_GAB8161   20120918_CHR9482   20120918_CHR9490
Mittwoch, 19.9.: Wie erwartet, regnet es wieder, sodass der Abschied aus dieser schönen Landschaft nicht so schwer fällt. Unsere erste Fahrtetappe führt bis Vilhelmina, wo wir in einem Hotel ein Mittagsbuffet mit Lasagne und gutem Salat „erwischen“. Den Nachmittag fahren wir, bis auf einen Tankstopp, durch, zum Glück ist zwischendurch das Wetter freundlicher, allerdings gibt es auch einige sehr kräftige Regenschauer. Schließlich kommen wir bei Sundsvall an die dicht besiedelte Küste. Ein Stück danach gelingt es uns trotzdem, einen halbwegs geeigneten Übernachtungsplatz an einer Nebenstraße zu finden. Donnerstag, 20. 9.: Die Weiterfahrt nach Süden gestaltet sich recht angenehm, die Straße ist großteils gut ausgebaut, zumindest mehrspurig, zum Teil auch Autobahn. So sind wir, inclusive einer Kaffeepause, zu Mittag in Uppsala. Hier haben wir Zeit für einen kurzen Stadtbummel bei recht freundlichem Wetter. Dabei sehen wir uns den Linné-Garten und sein dazugehöriges Haus an. Historisch recht interessant, der Garten ist leider um diese Jahreszeit nicht mehr besonders hübsch. Das Stadtzentrum liegt sehr ansprechend an einem kleinen Fluss, ein Rundgang dauert nicht lang. Wir plaudern mit Fotografen in einem kleinen Atelier und schauen uns noch den Dom an. Auf dem Rückweg zum Auto gehen wir indisch essen, auch wieder ein günstiges Lunch-Angebot. Zunächst geht es dann auf der Autobahn flott weiter, durch Stockholm hindurch stehen wir allerdings im Stau, da der Hauptverkehrsknoten mit einer Baustelle kombiniert ist. Danach geht es aber wieder schneller, da die Autobahn praktisch bis Nynäshamn führt. So sind wir wirklich pünktlich zwei Stunden vor Abfahrt der Fähre am Hafen. Einchecken funktioniert sehr flink, sodass wir bald in unserer Kabine sind und eine heiße Dusche genießen. Den Abend verbringen wir mit Essen und Trinken, wobei das Restaurant sehr gute Qualität zu mitteleuropäischen Preisen bietet. Obwohl es in der Nacht recht windig ist, verläuft die Fahrt ruhig. Freitag, 21.9.: Der Vormittag vergeht nach einem bescheidenen Frühstück recht schnell, bald nähert sich im Sonnenschein die polnische Küste. Pünktlich kommen wir an, die Fahrt ins Stadtzentrum erweist sich dann aber als zäh. Dafür finden wir gleich einen großen und praktisch gelegenen Parkplatz, es dauert allerdings, bis ich Geld bzw. Kleingeld für die Parkgebühr aufgetrieben habe. Danach steht einem Stadtbummel nichts mehr im Weg. Danzig hat eine wunderschöne Altstadt, allerdings wurde praktisch alles nach dem Zweiten Weltkrieg wieder originalgetreu aufgebaut. Wir stärken uns zuerst mit Kaffee und Kuchen, dann gehen wir die Stadt ab; von innen sehen wir uns nur die Marienkirche an. Das Wetter bietet zwar kein gutes Fotolicht, ist aber zum Glück trocken. Nach einer Pause im Campingbus wollen wir bei besserem Licht noch eine Runde machen. Wir werden aber von einem Mann angesprochen, der uns lang erzählt, dass ihm und seiner Familie das Auto gestohlen wurde. Wir hören zu, können ihm aber eigentlich nicht helfen. Im Nachhinein haben wir, wegen einiger Widersprüche, doch auch deutliche Zweifel, ob er uns nicht nur Geschichten erzählt hat. Nun machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant und sitzen dann ganz hübsch am Flussufer, durch einen Gasstrahler hält man es auf der Terrasse noch gut aus. Anschließend machen wir noch ein paar Aufnahmen in der blauen Stunde. Mithilfe des Navi und der Beschilderung fahren wir noch zum Campingplatz, der schon ziemlich verlassen wirkt. Die Putzfrau ruft aber die Besitzerin herbei, sodass wir ordentlich einchecken können. Der Platz liegt angenehm ruhig.
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Dresden: Zurück in der Zivilisation – Schokokuchen in drei Sprachen!
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Dresden bei Nacht
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Dresden bei Nacht: Rathaus
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Dresden bei Nacht: Rathaus mit Neptunbrunnen

Samstag, 22.9.: Bei zunächst grauem, dann auch regnerischem Wetter fahren wir zur Marienburg (ca. 1 Stunde Fahrzeit). Bevor die große Besichtigung angehen, stärken wir uns in einer einfachen Imbissbude: Auf diese Weise zahlen wir weniger für zwei Mahlzeiten und zwei Bier als fürs Parken! (19 Zloty fürs Essen, 20 fürs Parken). Da wir knapp vor ein Uhr die Burg betreten, können wir noch alle Räume besichtigen. Vorteilhaft sind die modernen Audio-Guides, so kann man sich dann etwas anhören, wenn man etwas wissen will. Die Räume sind großteils schön hergerichtet und z.T. auch eingerichtet, etwa eine Küche oder die Stuben der Ritter. Die Burg wirkt sehr authentisch, obwohl auch sie am Ende des WK stark zerstört wurde und viel rekonstruiert ist. Es gibt viele original gotische Details wie Kapitelle oder das Portal der Kirche. Architektonisch ist der Sommerspeisesaal sehr schön. Nach einem Einkauf geht es weiter, nun nach Süden. Bis Torun können wir auf einer nahezu neuen Autobahn fahren. Torun ist eine recht große Stadt. Gerade als wir ins Zentrum kommen, wo wir sowohl einen Übernachtungsplatz bzw. einen Parkplatz finden wollen, bricht ein heftiges Gewitter los. Schließlich bleiben wir auf einem großen Platz am Fluss unter der Straßenbrücke stehen, mit Gebühr darf man hier auch über Nacht bleiben. Als der Regen nachlässt, gehen wir in die Stadt. Der erste Eindruck ist nicht so toll, sie wirkt nicht besonders „gotisch“. Zur Stimmungsaufhellung finden wir zum Glück das Café im Artushof, das in einem Innenhof mit Glasdach liegt und eine ganz eigene Atmosphäre hat. Danach setzen wir unseren Rundgang fort und entdecken doch ein paar hübsche Winkel. Zum Essen finden wir schließlich ein Lokal mit typisch polnischer Küche, wo wir dann beim Bier eine Weile sitzen bleiben. Sonntag, 23.9.: Wir haben eigentlich ganz gut geschlafen, es war gar nicht so laut. Der Tag beginnt strahlend sonnig, sodass wir noch einen Fotospaziergang durch Torun machen. Bei gutem Licht betrachtet ist die Stadt doch recht hübsch.
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Marienburg – Remter
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Marienburg – Großmeistersaal
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Marienburg – Küche
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Café Artus in einem überdachten Innenhof, Torun, Polen
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Torun, Polen
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Kopernikus Universität und Kopernikus Statue vor dem Rathaus, Torun, Polen

Danach geht es weiter Richtung Heimat. Der erste Streckenabschnitt bis Lodz ist ausgesprochen zäh; die Autobahnbaustelle ist zwar schon weit fortgeschritten, aber noch nicht fertig, die Landstraße ist dafür in umso schlechterem Zustand. Danach wird es besser, aber es gibt nur kurze Stücke Autobahn, das meiste ist zwar vierspurig, aber mit Ampeln und Kreuzungen. Auch gibt es sehr viele Baustellen. So kommen wir wirklich erst gegen Abend an die Grenze. In Cieszyn habe ich auf der Karte einen Campingplatz entdeckt, und tatsächlich, nachdem wir den Ort durchquert haben, ist einer da, noch dazu ein schön gestalteter neuer Platz. Außerdem ist er offen, obwohl wir die einzigen Gäste sind. Deshalb dürfen wir auch die Dusche in einem Häuschen benutzen, was recht angenehm ist. Auch das zur Anlage gehörige Gasthaus ist noch offen, wo wir gut und reichlich essen. Insgesamt ein Glücksfall! Montag, 24.9.: Bei der Weiterfahrt drehen wir zuerst zwei Schleifen durch den Ort, zunächst wollten wir noch einmal tanken, aber die Tankstelle ist auf Automat, dann müssen wir auf tschechischer Seite noch einmal zurück, um die Autobahnvignette zu kaufen. Danach geht es aber zunächst auf einer Schnellstraße weiter. Diese weist dann zwar eine Lücke von gut 20km auf, aber danach, so denken wir, haben wir das Überlandfahren zunächst hinter uns! Das stimmt auch bis Brünn. Dort ist die Abfahrt zur Schnellstraße Richtung Wien gesperrt, die Umleitung erscheint rätselhaft, sodass wir schließlich quer durch das mährische Hügelland navigieren. Der Umweg bleibt gering, der Zeitverlust ist deutlich. So kommen wir erst zu Mittag zur Grenze. Wir beschließen uns noch auf tschechischer Seite in Mikulov zu versorgen. Der Ortskern ist recht nett, wir essen in einem einfachen Lokal billigen, aber guten Schweinsbraten. Mit dem Restgeld gehen wir dann noch einkaufen. Am Nachmittag sind wir dann wieder in Österreich. Eine Straßensperre in Poysdorf führt schließlich noch einmal zu einem Umweg, aber am späten Nachmittag sind wir dann doch wohlbehalten wieder zu Hause.


Mittwoch, 19. September 2012

Schweden - Vindelälv

Wir werfen einen Blick ins Internet – Wettervorschau wie gehabt – kaufen ein bisschen Süßigkeiten ein und jausnen dann an der Strecke. Danach sehen wir uns auch nach einem Übernachtungsplatz um. Schließlich werden wir an einem kleine See (Naturschutzgebiet?) fündig. Dort können wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang mit tollen Spiegelungen betrachten.
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Sonntag, 16.9.: Entgegen der Prognose ist das Wetter sehr schön, teilweise strahlend sonnig und auch wieder einmal etwas wärmer. In Sorsele, dem nächsten größeren Ort, können wir uns noch ein bisschen versorgen, dann fahren wir weiter nach Ammarnäs. Die Strecke ist, vor allem am Schluss entlang des Vindelälv, sehr schön, bei tollen Stromschnellen machen wir den ersten ausgiebigen Fotostopp. Danach sehen wir uns in der Ansiedlung – typisches Lappenbergdorf  und Touristendorf (Schigebiet) um; das Hotel hat zu Mittag zu, der Campingplatz ist für Winterdauercamper am Schilift; einladend ist hingegen die Fjällstation; hier kommen wir wieder einmal zum Lunchbuffet zurecht (guter Fisch!). Trotz einiger großer Wolken ist es immer noch recht sonnig, sodass wir beschließen, noch einen Aussichtsberg zu besteigen. Vom Ende der Straße führt der sehr deutliche Weg direkt, aber mäßig steil durch Birkenwald hinauf. Vor allem an der Waldgrenze haben wir ganz tolles Licht und auch schon eine sehr schöne Aussicht auf die Seen der Umgebung. Alleine wegen dieses Platzes hat sich die Tour schon gelohnt. Auch scheint es nicht mehr weit zum Gipfel zu sein. Aber nach zwei kurzen Steilstufen zieht sich dann der Rücken im starken Westwind doch noch eine Viertelstunde dahin – bis zum Gipfel und zur Regenwolke. Also halten wir uns nicht auf und laufen wieder hinunter, wobei es kaum regnet. Nach nur 35 Minuten (hinauf waren wir weit über eine Stunde unterwegs) sind wir wieder am Parkplatz. Danach kehren wir nochmals in der Fjällstation ein, auch um dort in der Gästeküche das Internet zu benutzen. Als Übernachtungsplatz nehmen wir dann einen hübschen Picknickplatz am Vindelälv, von wo aus man auch gut wandern kann.
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Montag, 17.9.: Heute hält sich das Wetter wieder an die Prognose; es ist ziemlich grau. Zum Glück ist es windstill, sodass wir entlang eines Baches und dann am Fluss sehr gut fotografieren können. Zu Mittag schaffen wir es natürlich wieder zum Lunch; danach wird auch der Regen deutlich kräftiger. Also wieder ein Nachmittag zum Ausruhen und zum Arbeiten am Computer. Da es morgen wieder sehr sonnig sein soll, wollen wir noch einen Tag hier bleiben, da uns die Gegend sehr gut gefällt. Die Rückfahrt haben wir aber jetzt fixiert, indem wir die Fähre von Nynshämn (nahe bei Stockholm) nach Danzig gebucht haben. Eine Rückfahrt über Polen scheint uns für diese Reise logisch und ist auch um 1000 km kürzer als auf dem reinen Straßenweg. Im Vergleich zur zweitkürzesten Variante ersparen wir uns auch noch 700 km. Also ist morgen unser letzter Tag in Lappland …

Samstag, 15. September 2012

Schweden: Jokkmokk - Pieljekaise-NP

Dienstag, 11.9.: Leider hält sich auch heute das Wetter an die Prognose, der Tag beginnt nebelig, gegen Mittag beginnt es zu regnen. Wir bleiben noch ein bisschen in der Hotellobby und surfen im Internet, auch unsere aktuellen Blogs veröffentlichen wir. Dann gönnen wir uns einen guten Lunch – Rentiereintopf überbacken mit Käse, sehr fein. Nach einem weiteren kurzen Café-Besuch fahren wir im Regen weiter. Es ist schon ziemlich finster, als wir dann um ¼ 9 Uhr abends im Muddus-NP ankommen. Der Parkplatz eignet sich aber gut zum Stehenbleiben.
Mittwoch, 12.9.: Da es am Vormittag noch kräftig regnet, schlafen wir aus, dann packen wir sorgfältig. Es wird sehr schnell schön sonnig. Wir wollen zur Wasserfallhütte gehen, dort bleiben und ein bisschen rundherum schauen und am Donnerstag die Runde (insgesamt ca. 25km) fertig gehen. Als wir losmarschieren, kommt eben eine ziemlich aufgeweichte Schulklasse vom Campingausflug zurück. Durch die vielen Leute leicht unaufmerksam geworden, gehen wir zuerst in die falsche Richtung. Beim Fluss bemerken wir aber unseren Irrtum – dafür ist das ein schöner Platz zum Fotografieren. Wir gehen das Stück zurück, fassen noch etwas zusätzlichen Proviant (Naschereien, falls der Abend lang wird) und wandern dann auf dem richtigen Pfad. Es geht – wie kaum anders zu erwarten – durch den Wald. Trotz einiger Gräben ist der Weg insgesamt eher flach. Es gibt ein paar Ausblicke auf den Fluss, aber nicht wirklich beeindruckende. Insgesamt ist es eher ein beschaulicher Spaziergang mit Gepäck. Im letzten Drittel der geplanten Strecke laufen wir dann auf eine weitere Schulklasse auf, die bei der Wasserfallhütte campieren will. Somit ändern sich unsere Pläne – in einem Jugendcamp wollen wir keinen Hüttenabend verbringen. Auch ist der NP wirklich etwas langweilig. Nach einem Blick aus der Ferne auf den Wasserfall, marschieren wir zurück, wobei wir recht flott sind. Eine nette Abwechslung sind ein paar Rentiere, die wir im Wald sehen. Angenehm an diesem Nachmittag waren Wärme und Sonnenschein. Deshalb bleiben wir dann noch am Stausee stehen für die Nacht, um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen.
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Donnerstag, 13.9.: In der Früh ist Hochnebel, doch schon vor Jokkmokk lockert es auf. Wir checken in der Touristinfo noch einmal die Wetterlage. Nach einem weiteren Regentag sollte es dann recht schön sein. Noch einmal mit Lunch – sehr nahrhafte Rentierfleischsuppe – versehen, fahren wir los in Richtung SW, Ziel ist Arjeplog. Allerdings machen wir einen kleinen Umweg auf Nebenstraßen, der sich als sehr lohnend erweist. Zunächst laufen einige hübsche Rentiere neben uns her und bieten einige Motive; später sehen wir noch zweimal welche. Außerdem kreuzt eine Elchkuh mit zwei Jungtieren den Weg, ein Schnappschuss – Elche im Wald – ist auch drinnen! Bei einem Sonnenspot gelingen uns schöne Herbstaufnahmen an der Strecke, die Färbung ist hier ganz wunderbar! In der Nähe von Arjeplog gibt es dann auch eine wunderschöne Seenlandschaft und noch einmal ein paar Motive, allerdings im kalten Wind, doch noch mit Sonne. Nach einem Einkauf steuern wir den Campingplatz – wieder ein sehr großes Feriengelände mit Hüttchen und Hotel – an, aber die Rezeption ist unbesetzt. Wir checken über Telefon ein. Zunächst bin ich enttäuscht, weil die Sauna kalt ist, aber am späten Abend ist dann die Sauna in der Herrenabteilung auf einmal doch heiß und wir können sie noch genießen. Somit sind wir recht zufrieden mit diesem Tag.
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Freitag, 14.9.: Noch einmal ein Tag, der überbrückt werden muss. Langsam werden die Regentage doch etwas viel. Zwar ist es angenehm, lang zu schlafen, aber manchmal würden wir doch gerne mehr unternehmen. Über Mittag halten wir uns dann in der Hotel-Camping-Lobby auf, hier gibt es wieder Internet. Außerdem bietet das Restaurant ein wirklich ausgezeichnetes Lunchbuffet für nur 80 SEK (ca. 9,50€) an, mit Tacos, Salat, Schweinsfilet mit Schwammerlsauce, Muffins, Fruchtsaft, Kaffee…; wir werden fast mehr satt als nötig!
Schließlich fahren wir 60km weiter nach Jäckvik zum Pieljekaise-NP. Die Herbstfärbung entlang der Strecke ist traumhaft. Wir finden auch ein paar Motive und wandern dann, da es nur nieselt, mit schwerer Ausrüstung in den Wald für ein paar schöne Waldaufnahmen – dafür ist Sonne ja gar nicht so gut. Der Parkplatz am Beginn des Wanderwegs (auch ein Teilstück des Kungsleden) ist gut zum Stehenbleiben geeignet. Morgen wollen wir eher früh los, da das Wetter vormittags besonders schön sein soll – lassen wir uns überraschen!
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Samstag, 15.9.: Es ist aufgelockert bewölkt, etwas Sonne, kühl, also passendes Wanderwetter. Früh zu starten ist also nicht notwendig, im Gegenteil, es wird im Lauf des Tages eher besser. Der Weg führt ziemlich gleichmäßig bergauf durch den Birkenwald, wobei die Vegetation unterschiedlich ist. Meist ist er gut zu gehen, es gibt aber auch schlammige Stellen. Wir bleiben einige Male zum Fotografieren stehen, besonders schön ist es an der Waldgrenze. Deshalb brauchen wir für dieses Stück fast 2 Stunden. Dann geht es über die Fjälllandschaft eher flach dahin. Hier gibt es große Rentierherden, aber wir sehen sie eher aus der Ferne, weil gleichzeitig eine Jugendgruppe unterwegs ist, die sind nicht so leise. Das letzte Stück auf den Gipfel des Pieljekaise ist etwas steiler, aber der gesamte Weg ist sehr einfach zu gehen. Oben gönnen wir uns kurz die Aussicht, der kräftige Wind vertreibt uns aber bald. Sehr flott geht es wieder hinunter. Noch ein Fotostopp, dann sind wir wieder im Birkenwald, wo es eine Rasthütte gibt, die leicht geheizt ist, ein guter Platz, um zu jausnen. Auch für den restlichen Abstieg brauchen wir weniger als eine Stunde. Recht zufrieden, da die Tour landschaftlich wirklich schön war, fahren wir wieder Richtung Arjeplog.
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Donnerstag, 13. September 2012

Schweden–Abisko NP

Sonntag, 9.9.: Heiter, aber sehr kalt. Allerdings ist es jetzt hier so, wie gewünscht: Die Berge sind leicht beschneit, die Herbstfärbung ist gut entwickelt. Zum Glück haben die Birken hier Laub, ein Stück die Strecke entlang waren sie völlig kahl, vermutlich eine Krankheit oder Schädlingsbefall. In Abisko schauen wir uns ein wenig um, das Naturum, die Info zum NP, ist allerdings geschlossen, sonst gibt es noch eine außen hässliche, innen aber ganz hübsch ausgestattete Fjällstation. Wir entscheiden uns für eine Wanderung entlang des Naturlehrpfads, was sich als perfekt herausstellt. Zunächst gehen wir auf dem Kungsleden entlang des Flusses, der hier einen Canyon bildet. Schon bald beginnen wir zu fotografieren. Da sagt uns jemand, dass am anderen Flussufer – nur wenige Meter entfernt – ein junger Luchs ist. Unglaublich, aber wahr!!! Er schläft zunächst noch friedlich, dann versteckt er sich ein wenig in den Felsen. Christian geht das kurze Stück (wir sind in Sichtweite der Straßen- und Eisenbahnbrücke, etwa 10 Minuten vom Parkplatz entfernt!) zurück, um das große Tele und die Konverter zu holen. Wieder verlässt der Luchs seinen Platz und ich verliere ihn kurz aus den Augen, dann entdecken wir ihn aber wieder. Schließlich ergeben sich genug gute Fotomöglichkeiten, da er sich mehrmals in der Felsböschung hin und her bewegt. Man kann gar nicht glauben, dass man so etwas außerhalb eines Zoogeheges sehen kann, wir sind sprachlos! Schließlich, als er sich wieder gut versteckt hat und wir ihn nicht länger belästigen wollen, tragen wir wieder alles zum Auto zurück und machen kurz Pause.
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Dann machen wir unsere Runde auf dem lohnenden Naturlehrpfad. Zunächst wandern wir  bis zu einem Aussichtspunkt über den Fluss (Marmorbrottet), dann zu einem See mit herrlichem Ausblick auf Lapporten und die anderen Berge und schließlich über Moore wieder zurück. Das Wetter wird dabei immer schöner und auch ein bisschen milder, da der Wind aufhört. Anschließend machen wir noch eine Runde auf der anderen Straßenseite entlang des Canyons, der hier sehr tief ist. Wieder zurück holen wir uns einen Kaffee und überlegen, wo wir bleiben sollen. Da das Wetter so toll ist, beschließen wir noch das Abendlicht zu nutzen. Außer der Fotoausrüstung nehmen wir noch Feuerholz mit. Wir gehen noch einmal zu dem See hinauf und erwischen gerade das letzte Licht und tolle Spiegelungen – wunderschön! Dann machen wir auf einer Lagerfeuerstelle Feuer und genießen den Abend.
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Da es völlig aufgeklart hat, wird es eiskalt, etwa -4°, zum Glück fällt unsere Gasheizung nur kurz aus, dann funktioniert sie wieder und so ist es im Bus schön gemütlich! Trotz perfekter Bedingungen gibt es leider kein Nordlicht – aber vermutlich kann man nicht alles haben, der Tag ist ohnehin kaum mehr zu toppen!
Montag, 10. 9.: Die Wettervorhersage stimmt weiterhin, es ist überwiegend bewölkt, aber trocken. Wir schlafen uns aus, dann gehen wir an den Fluss fotografieren, für Stimmungsaufnahmen haben wir gestern gar keine Zeit mehr gehabt, auch ist jetzt das Licht besser dafür. Die Temperatur steigt auf etwas angenehmere Werte. Am frühen Nachmittag fahren wir dann die 90 km nach Kiruna, wo wir uns wieder einmal versorgen und Pause machen wollen.
Kiruna ist mit seinen 20 000 Einwohnern die größte Stadt in weitem Umkreis und für die nötige Versorgung ist natürlich alles vorhanden. Supermarkt, Tankstelle und auch ein gemütliches Cafe, das unpassenderweise "Safari" heißt.
Der Campingplatz ist schön und ruhig gelegen und Teil eines großen Komplexes mit Hütten und Hotel, sodass wir hier das nun nebelig feuchte Wetter gut in der Lobby mit Computerarbeit verbringen können.